Wie du als Musiker dein Lampenfieber besiegst

Wie du als Musiker dein Lampenfieber besiegst

Wenn du an deine letzte große Prüfung, Probespiel, Konzertsituation denkst, woran kannst du dich erinnern? Welche Gefühle hattest du? Wie fühlte es sich an bevor du auf die Bühne gegangen bist?

Das Herz schlägt in deiner Brust? Schmetterlinge in deinem Magen? Kälte, feuchte Hände? Du fühlst dich matt, Enge macht sich breit, du zitterst, dein Kopf fühlt sich matschig?

Wahrscheinlich kannst du dich in dieser Situation nicht wirklich konzentrieren? Du fühlst deinen Geist rasen? Zweifel und Ängste rasen durch deinen Kopf? Ein vages Gefühl, dass irgendetwas schreckliches passieren könnte? Du könntest dich in den Arsch treten, dass du nicht mehr geübt hast?

Kommt dir das bekannt vor?

Damit bist da nicht alleine. Du bist in bester Gesellschaft. Pablo Casals, Arthur Rubinstein und Luciano Pavarotti (um nur ein paar zu nennen), haben auch angegeben, dass sie öfter mal Lampenfieber hatten an unterschiedlichen Stellen in ihrer Karriere.

Es ist ganz normal Lampenfieber zu haben. In einer Umfrage gaben 96% aller befragten Orchestermusiker an, dass sie Lampenfieber vor Konzerten haben.

Lampenfieber entsteht immer dann wenn du im Fokus der Aufmerksamkeit stehst. Und je bedeutender die Situation ist, in der du im Fokus stehst desto stärker spürst du das Lampenfieber. Das ist ganz normal. Das bedeutet du bist in jeder Bühnensituation dazu verurteilt Lampenfieber in irgendeiner Weise zu empfinden. Ganz ohne Nervosität und Aufregung wird das wohl kaum ein Mensch schaffen. Es geht also nicht darum, das Lampenfieber komplett weg zu machen, sondern darum mit dem Lampenfieber umgehen zu lernen.

Aber was hilft dir das jetzt, dass auch Rubinstein Lampenfieber hatte? Gar nichts.

Wird das Lampenfieber jemals weg gehen?

Gute Frage: Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht für dich.

Die schlechte Nachricht ist, dass du immer wenn du auf die Bühne gehst ein gewisses Maß an Lampenfieber empfinden wirst.

Die gute Nachricht ist, nein, du musst dich nicht jedes Mal deine Nerven verlieren und du musst meistens auch nicht leiden.

Der Punkt ist: Wenn du in deiner Konzertsituation wirklich über dich hinaus wachsen möchtest und dein Publikum fesseln, dann brauchst du Adrenalin, um dieses Knistern zu erleben, dass du beim Üben nicht erreichst. Das Problem ist nicht das Adrenalin. Das Problem ist, dass du nicht weißt wie du effektiv mit dem Adrenalin umgehen sollst, wie du es kontrollierst, es kanalisierst und dann in deiner Konzertsituation gewinnbringend einsetzt.

Grundsätzlich versucht unser Gehirn vor jeder Konzertsituation die Chancen zu sondieren, dass du versagen könntest. Wenn dein Gehirn entscheidet, dass du die Konzertsituation super meistern wirst, dann wirst du keine Angst haben. Aufregung vielleicht, aber keine Angst!

Wenn dein Gehirn auf der anderen Seite denkt, dass es eine reale Chance gibt, dass du versagst, dann wirst du mit Sicherheit Angst empfinden. So einfach ist das.

Jeder Fehlschlag der dein Selbstwertgefühl verletzt, löst Ängste aus und diese werden stärker je weniger sie durch Erfolgserlebnisse korrigiert werden. Das bedeutet wenn du glaubst unfähig oder unbegabt zu sein, dann leidet dein Selbstvertrauen. Das führt dann schließlich in eine Abwärtsspirale aus der du ganz schwer wieder heraus kommst. Darum: Es gibt keine Misserfolge - nur Erfolge und Erfahrungen. Misserfolge sind Meilensteine auf dem Weg zum Erfolg.

Setze dich mit deinem Scheitern auseinander, bewältige die Enttäuschung und überwinde so den Misserfolg und du wirst die persönliche Pleite ins positive wenden können und von einer wertvollen Erfahrung profitieren.

Selbstbezogene und übermäßig besorgte Gedanken ziehen genau das an, was du am meisten fürchtest: Die Angst vor Misserfolgen schafft Misserfolge.

Lerne mit der Angst zu leben, auch wenn Angst, Zweifel und Unsicherheit in unserer Gesellschaft nicht hoch angesehen werden. Nicht die Angst ist der Fehler im System, sondern die Einstellung zu ihr. Angst kommt man mit Verdrängen nicht bei. Der Angst macht das gar nichts wenn du sie verdrängst. Sie ist wie ein prall aufgepumpter Luftballon, den du versuchst unter Wasser zu drücken. Je mehr man sie nach unten drückt, desto heftiger springt sie wieder heraus.

Angst beginnt zu schwinden, wenn sie ins Bewusstsein geholt wird. Lasse die Angst zu, hole sie aus ihrem Versteck und nimm ihr die Maske ab und du wirst sie verstehen.

Wenn du dein Lampenfieber los werden möchtest, dann musst du an dir arbeiten. Das kann sonst niemand für dich tun. Also los! Melde dich bei meinem kostenlosen 6-Tage-Online-Kurs an und fang mit der Arbeit an…

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Die Angst kann auch ein zweites herausforderndes und aufregendes Gesicht zeigen: Sie kann unter bestimmten Bedingungen auch eine Art positives Aufputschmittel sein, das hilft, deine Leistung zu steigern. Dann versorgt uns die Angst mit einer Extra-Portion Energie, die du brauchst, um deine Sache gut zu machen.

Lerne mit deinem Lampenfieber positiv umzugehen und es darüber hinaus als Kraftquelle zu nutzen. Lampenfieber ist nämlich wichtig! Denn durch das Lampenfieber wird im Körper Adrenalin ausgeschüttet und dadurch wirst du hellwach und konzentriert. Das Adrenalin hilft dir Höchstleistungen zu vollbringen.

Manche Menschen erleben sehr starkes Lampenfieber und haben trotzdem (oder gerade deswegen!) eine beeindruckende Ausstrahlung. Während ihnen der Schweiß in Bächen den Rücken hinunterläuft, fühlen sie, wie ihr Geist glasklar und messerschaft wird. Sie haben gelernt, die Furcht für sich arbeiten zu lassen und sie schöpfen aus ihrem Lampenfieber enorme Energie und wirkungsvolle Podiumspräsenz!

Wenn das bei dir der Fall ist: Freue dich! Genieße dein „gutes” Lampenfieber. Du brauchst nichts dagegen zu unternehmen.

Mein Tipp: Versuche eine gesunde Balance herzustellen, so viel Lampenfieber wie nötig, so wenig wie möglich. Indem du deine Aufmerksamkeit auf die positiven Aspekte des Lampenfiebers lenkst, kannst du dein Lampenfieber in Zukunft nicht nur senken, sonder darüber hinaus als Kraftquelle nutzen.

Verwandele die Angst in gespannte Vorfreude. Angst beginnt im Kopf: Mache deine Prüfung, dein Probespiel, dein Konzert zu einer Situation in der du dich von deiner besten Seite präsentieren kannst und zeige, was du drauf hast.

Wie siehst du das? Hast du Anregungen oder möchtest du, dass ich über ein bestimmtes Thema schreibe? Dann schreib’ mir deine Meinung hier unten in den Kommentaren oder übers Kontaktformular. Ich freue mich auch, wenn du meine Facebookseite besuchst.

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