11 Wege, die dich als Musiker erfolgreich machen

11 Wege, die dich garantiert als Musiker voran bringen

Hast du dich nicht auch schon oft gefragt warum du im entscheidenden Augenblick, im Konzert, im Probespiel oder bei der Prüfung, deine persönliche Bestleistung nicht abrufen kannst? Warum ist das so? Und was kannst du dagegen tun?

Die hier im ersten Teil dieses Artikels vorgestellten vier grundlegenden Qualitäten bilden das Fundament auf dem jede erfolgreiche musikalische Darbietung aufbaut. Nur wenn du dir diese Fähigkeiten antrainierst wirst du im entscheidenden Moment dein gesamtes Potential entfalten können und so dein Publikum begeistern. Prüfe zunächst, ob du nicht die ein oder andere Fähigkeit sowieso schon intuitiv einsetzt. Solltest du merken, dass eine oder mehrere dieser Fähigkeiten bei dir noch nicht genügend ausgebildet sind, dann solltest du unbedingt damit anfangen an dieser Qualität Fähigkeit zu arbeiten.

Die 4 grundlegenden Gewohnheiten sind:

  • Entwickele die richtige innere Einstellung
  • Schaffe dir Motivation
  • Setze dir Ziele und überprüfe ob du diese erreicht hast
  • Verpflichte dich selbst dran zu bleiben

 

1. ENTWICKELE DIE RICHTIGE INNERE EINSTELLUNG

Du hast die Wahl was du über dich selbst denkst und glaubst. Wähle an dich selbst und an deine Fähigkeiten und Fertigkeiten zu glauben.

Strebe nicht nach Perfektion - das wirst du nie erreichen. Strebe nach Exzellenz! Denn nur fehlerfreiem und perfektem Spiel fehlt es meist an dem gewissen etwas. Das was den Zauber ausmacht.

Respektiere dich und deine Leistung, aber auch die anderer Musiker und die deiner Lehrer. Sieh Konzerte, Prüfungen, Probespiele oder Wettbewerbe als eine Möglichkeit zu konkurrieren - aber nicht mit anderen - sondern mit dir selbst. Du kannst so viel von dir lernen, sowohl von deinen Erfolgen als auch von deinen Misserfolgen. Wenn du jedes Mal, wenn etwas nicht so gelaufen ist wie du es erwartet hattest, den Kopf in den Sand steckst und Trübsal bläst wirst du nicht weit kommen. Nimm es als Chance und mache es nächstes Mal besser. Spüre immer dieses innere Verlangen noch besser zu werden.

2. SCHAFFE DIR MOTIVATION

Spaß an der Sache ist einer der wichtigsten Faktoren für eine langfristige Motivation!

Du hast dich super vorbereitet, intensiv geübt und dein Ziel erreicht? Dann belohne dich für dein Durchhaltevermögen. Gönne Dir mal etwas: eine Massage, ein Besuch im Wellnesstempel, ein schönes Candellight-Dinner. Oder was ist das bei dir?

Bringe Abwechslung in dein Übungsprogramm: Fang doch einfach mal mit einer Improvisation an oder mit einem Konzert oder einer Sonate anstatt mit Tonleitern oder der Etüde.

Verabrede dich mit anderen zum gemeinsamen Musizieren. Musizieren in der Gruppe macht immer mehr Freude und bringt Motivation. Konzentriere dich mehr auf das Musizieren und nicht so sehr auf das was hinten rauskommen soll. Lasse den "Weg zum Ziel" werden.

3. SETZE DIR ZIELE UND ÜBERPRÜFE, OB DU DIESE ERREICHT HAST

Setze dir sowohl Langzeit- als auch Kurzzeitziele. Deine Ziele sollten präzise und realistisch formuliert sein. Nur ein exakt formuliertes Ziel ist auch überprüfbar. Wenn du dir unrealistische Ziele setzt wirst du früher oder später frustriert sein, weil du deine Ziele nicht erreichst.

Erstelle dir detaillierte Übungspläne mit Zieldefinitionen und behalte den Überblick wo du gerade stehst.

4. VERPFLICHTE DICH SELBST DRAN ZU BLEIBEN

Vereinbare mit dir bestimmte und regelmäßige Übezeiten. Übe jeden Tag technische, mentale und musikalische Fähigkeiten. Erkenne, dass du durch deine Selbstverpflichtung bereit sein musst Opfer zu bringen und alles zu tun, um deine Ziele zu erreichen. Du solltest nicht nur irgendwas erreichen wollen, sondern exakt dein Ziel.


Wie steht es bei dir mit den vier grundlegenden Qualitäten? Wenn das Fundament steht, kannst du weiter machen und an den Wänden deines Hauses arbeiten.

Auch wenn du es wahrscheinlich nicht glaubst: wichtiger als das Training deiner technischen Fertigkeiten ist das Training mentaler Fähigkeiten. Wenn du deine Ziele wirklich erreichen willst, egal was kommt, dann brauchst du mentales Training. Wenn du damit nicht anfängst dann wirst du nicht zum Erfolg kommen.

Wenn du die Kraft deines Geistes und deine mentale Stärke aufgebaut hast, sowie die Arbeit an der Kontrolle deiner Gefühle begonnen hast, dann werden alle anderen Dinge wie z.B. technische und musikalische Ausdruckskraft zu dir kommen. Alle deine Anstrengungen beim Üben werden von Erfolg gekrönt sein. Dann wirst du eines Tages der Musiker werden der du gerne sein möchtest und wirst die Ziele erreichen, die du dir gesteckt hast.

Hier geht es jetzt um die vier zentralen mentalen Fähigkeiten, die dir bei deiner täglichen Übung und in Konzert, Prüfung oder Probespiel helfen werden:

  • Mentales Training
  • Selbstgespräch
  • Konzentration
  • Kontrolle über deine Gefühle

Überprüfe auch hier wieder inwieweit du diese Fähigkeiten in deiner täglichen Praxis nutzt und arbeite an den Bereichen, die du noch nicht so intensiv einsetzt.

5. MENTALE IMAGINATION

Mentales Üben bedeutet üben im Geist. Sicherlich kennen wir alle das Bild des Sportlers der vor dem Wettkampf mit geschlossenen Augen und in entspannter Haltung hin und her wedelt, gezielt atmet, die Glieder in einer Art Zaubertanz bewegt oder Ähnliches. Das was für Sportler gilt, gilt ebenso auch für Musiker. Es ist zum einen möglich mentale Techniken zum effektiven und konzentrierten Üben und Lernen von Bewegungen zu nutzen. In der Musik geht es aber nicht wie im Sport nur um die richtige Ausführung einer Bewegung. Das Ziel ist der perfekte Klang, der durch die richtige Bewegung entsteht. So hilft mentale Imagination bei der Entwicklung einer differenzierten Klangvorstellung, also bei der Entwicklung eines genauen Bildes von der angestrebten Wiedergabe einer Komposition.

Neben diesem direkten positiven Einfluss auf das Musizieren bietet die mentale Imagination die Möglichkeit Angst und Aufregung bei Konzert, Prüfung oder Probespiel zu bewältigen. Erkenne Probleme schon im Vorfeld und löse diese so weit wie möglich. Erkenne ungünstige Einstellungen und erschaffe dir positive Denkstrukturen.

6. POSITIVES SELBSTGESPRÄCH

In unserem Kopf findet ständig ein innerer Dialog statt. Nach einhelliger Meinung vieler Fachleute denken wir täglich über 100.000 Gedanken! Davon sind angeblich mehr als die Hälfte negativer Art. Das bedeutet mindestens 50.000 negative Gedanken pro Tag!

Beobachte deine Gedanken: Welche Gedanken führen dazu, dass du dich schlecht fühlst? Stoppe diese negative Gedankenlawine und ersetze sie mit positiven. Dadurch baust du dein Selbstbewusstsein auf und es wird dich auch durch schwierigen Zeiten bringen. Lerne mit dir selbst zu sprechen als ob du mit einem Freund sprechen würdest - ermutigend, ehrlich und engagiert. Wenn du deine Gedanken, deine Gefühle und deine Verhaltensweisen durch Selbstgespräche vor, während oder nach einer Konzertsituation ordnest wirst du Ruhe erlangen und auf einem höheren Niveau musizieren lernen.

7. KONZENTRATION

Lerne wichtige von unwichtigen Dingen zu unterscheiden. So kannst du dich auf die wichtigen Dinge beim Üben, in der Probe oder in der Konzertsituation konzentrieren. Lerne Ablenkungen zu identifizieren und widerstehe ihnen - egal ob die Ablenkung nun von innen oder von außen kommt. Lerne deine Aufmerksamkeit schnell wieder auf deine Aufgabe zurück zu lenken, sobald du merkst dass du abgelenkt bist. Und lerne im Hier und Jetzt zu sein, ohne an gestern oder morgen zu denken.

8. KONTROLLE DER GEFÜHLE

Diese Fähigkeit ist die wichtigste der hier beschriebenen Fähigkeiten. Eine Konzertsituation ist eine hoch aufgeladene, energetische Erfahrung. Deswegen: Akzeptiere starke Gefühle wie Aufregung, Lampenfieber und Angst vor Versagen als Teil deiner musikalischen Darbietung. Lerne diese Gefühle zu nutzen, um dich dazu zu motivieren immer besser zu werden. Das ist überlebenswichtig und hilft sogar deinen Auftritten eine besondere Intensität und Qualität zu geben. Wenn Ängste und Lampenfieber aber so stark werden, dass du nicht mehr vernünftig spielen kannst, dann solltest lernen damit umzugehen oder dir eventuell sogar Hilfe holen.


Hast du die Wände deines Hauses solide gebaut, dann kann es weiter gehen und du kannst dich um das Dach kümmern. Die folgenden drei psychologischen Schlüsseleigenschaften werden dafür sorgen, dass du zufrieden stellende Auftrittserfahrungen machen wirst, sondern brillant wirst in deinem Spiel.

In diesem Artikel beschäftigen wir uns nun mit den drei psychologischen Schlüsseleigenschaften, die dein Spiel auf eine höhere Ebene bringen werden:

  • Vertrauen
  • Akzeptanz
  • Mut

9. VERTRAUEN

Vertraue darauf, dass du gründlich genug vorbereitet bist und genug geübt hast. Nur im Vertrauen wirst du im entscheidenden Augenblick loslassen können und etwas Einzigartiges schaffen.Solltest du dennoch vor deinem Auftritt in Zweifel verfallen solltest du dir die folgende Fragen stellen: Habe ich genug geübt? Wenn ja, habe ich die richtigen Strategien für die Vorbereitung genutzt? Warum zweifele ich an den Strategien, die ich genutzt habe? Woher kommen die Selbstzweifel? Wie kann ich jeden dieser Gedanken bekämpfen und meinen Fokus auf das Vertrauen in mich und meine Vorbereitung lenken?

Stell dir vor du eröffnest bei der Bank ein Übekonto. Während der Vorbereitungsphase zahlst du regelmäßig auf dieses Übekonto ein. Aber wenn dann der Moment da ist und dein Konzert, deine Prüfung, dein Probespiel, zahlst du natürlich nichts mehr auf dein Konto ein, sondern hebst eine große Summe ab. Wenn du in dem entscheidenden Augenblick so spielst als würdest du auf dein Übekonto einzahlen, dich daran festhältst perfekt sein zu wollen, wirst du wahrscheinlich wenig Erfolg haben. Deswegen ist es so entscheidend: Habe Vertrauen, nur so kannst du Großes leisten.

10. AKZEPTANZ

Wenn du vollständig in deine Fähigkeiten und Fertigkeiten vertraust, kannst du dich und dein Spiel so annehmen wie es ist. In der Konzertsituation solltest du die Dinge so akzeptieren, wie sie sind. Sei nicht unzufrieden, wenn etwas nicht läuft, wie du es dir wünschst. Akzeptiere es einfach und hadere nicht mit deinem Schicksal. Beurteile deine Leistung nicht während des Spiels, kategorisiere nicht in "gut/schlecht" oder "richtig/falsch". In der Übungsphase ist das Kategorisieren sicher sinnvoll, aber nicht in der Konzertsituation. Lass das Denken los und gehe voll in die Musik, in dein Spiel!

11. MUT

Habe Mut deine eigenen Fingersätze, deine eigenen Phrasierungsbögen, Atemstellen zu entwickeln und dich im Bedarfsfall auch über die Meinung deiner Lehrer hinwegzusetzen. Habe Mut deine eigene Interpretation deiner Musik darzubieten: Interpretation in Bezug auf Ausdruck, Charakter, Dynamik oder Tempogestaltung. Habe Mut zur Originalität, zum Ausdruck, zur Mitteilung, zur Selbständigkeit. Habe Mut zur Einmaligkeit und werde innerlich Unabhängig von Vorbildern und Lehrern.

Wenn du es wirklich schaffst dir selbst und deinem Spiel vollständig zu vertrauen und dich selbst mit allem was dazu gehört anzunehmen, wirst du über dich hinauswachsen und über das Mittelmaß hinaus gehen. Mutig sein heißt aber auch die Kontrolle für jeden Moment, jede Bewegung in deiner Konzertsituation aufzugeben. So wirst du einen brillanten Auftritt meistern.


FAZIT

Verzweifele nicht wenn du nicht alle diese Eigenschaften und Fähigkeiten bei dir wahrnimmst. Auch Musiker sind keine Übermenschen und du wirst sicher einige dieser Fähigkeiten sehr ausgeprägt bei dir wahrnehmen, andere weniger stark. Das ist normal. Wichtig ist nur, dass du dir darüber bewusst wirst und an der ein oder anderen Stelle anfängst an dir zu arbeiten. Auch du wirst sicher nicht immun sein gegenüber Zweifeln und Ängsten. Aber du hast gelernt sie für dich anzunehmen und trotz allem weiter zu machen.

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